HörGestalten

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Schauspieler, Vokalisten, Interpreten. Im Gespräch.

HG | 025 - Reinhard Kuhnert

// Apfelsaftschorle, satirische Verse und teilweise noch Textzeilen von 1967 im Kopf //

In unserer fünfundzwanzigsten Episode redet Elias mit Reinhard Kuhnert.
Reinhard ist Autor, Regisseur, Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher.

Random House bezeichnete ihn jüngst als die Stimme von George R. R. Martin, wobei Reinhard noch nicht ein Wort von ihm synchronisiert, wohl aber seine Bücher eingelesen hat - allen voran die großartige Fantasy Reihe “Das Lied von Eis von Feuer”, auch bekannt als “Game of Thrones”. Für diese Arbeit wurde er auch kürzlich von Audible mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet. Ebenso ist er der gesetzte Erzähler für die historischen Romane aus der Feder von Ulf Schiewe, wie etwa die Normannen Saga.

Die Liste seiner Synchronrollen ist lang (1644 Einträge in der Synchronkartei), regelmäßig synchronisiert er David Strathairn (The Blacklist), Peter Coyote (Bitter Moon), André Dussollier (Ruby & Quentin) oder William H. Macy (Fargo, 1996).
Neben seinen zahlreichen - teilweise auch selbst inszenierten - Theaterstücken, schreibt er heute auch in Prosaform, wie etwa den Roman “Abgang ist Allerwärts” (welchen er auch selbst als Hörbuch eingelesen hat) oder das Kinderbuch “Fionas Feen” und tritt zudem regelmäßig mit eigenen Texten und Liedern auf. Denn der, wie seine Frau gern scherzhaft sagt, “mit seinem Beruf verheiratete” Reinhard, ist auch ein Freund der satirischen Verse, getreu seiner Vorbilder Heine, Tucholsky und Kästner.

Bei einer großen Apfelsaftschorle sprechen die beiden über die nun schon gut fünfzig Jahre seines Wirkens, über seine Anfänge in der DDR, über das “unausgesprochene Berufsverbot”, was ihn dazu bewog, in den Westen zu gehen, über seine Zeit in Irland und Australien (was, wie er sagt, “gut für die Biografie, aber nicht gut für den Lebensunterhalt” war), über Verständnis statt Toleranz, über Doppelzüngigkeit im Schauspielgewerbe und so viel mehr.

Zum Ende hin gibt er uns ein paar satirische Zeilen aus seinem Programm zum Besten - ein modernes Märchen Potpourri in drei Akten mit Cliffhangern.

Unsere Empfehlung sind die Hörbücher von “Das Lied von Eis und Feuer”, “Mrs. Alis unpassende Leidenschaft” und die herrliche Komödie “Ruby & Quentin” mit Jean Reno und Gerard Depardieu in den Hauptrollen und Reinhard auf André Dussolier in der Rolle des Psychiaters.

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Aufgenommen wurde das Gespräch im September 2018.

HG | S04 - Max Hegewald (Schreiben)

// Ingwertee, Neugier und Themen, die wehtun //

In unserer vierten Sonderepisode redet Josef mit Max Hegewald. Max ist Schauspieler und Regisseur. Und unter seinem Pseudonym Max Benyo ist er auch Autor für Film und nun auch für Hörspiel. Vieles passiert bei ihm parallel: Max ist neugierig, voller Energie und Ideen. Schon mit 13 Jahren war seine Liebe fürs Schauspiel geweckt. Und kurz darauf begann er als Schauspieler zu arbeiten.

2011 wurde er bei der Goldenen Kamera-Verleihung als bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet. Er studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Potsdamer Filmuniversität Konrad Wolf und schrieb und inszenierte dort eigene Filme, wie zum Beispiel den Episodenfilm „Die Angsthasen“ (Buch und Regie). Oder den mittellangen Film „Schnee Essen“ (Buch und Regie) oder “Nachtschattengewächse“ (Regie). Und seine Filme laufen auf diversen internationalen Film-Festivals.

Max hat Pläne noch weiter zu studieren. Außerdem ist er nach wie vor als Sprecher tätig, spielt auf der Bühne und reist sehr sehr gern. Dabei beobachtet Max Menschen und Situationen und macht sich immer Notizen ins Handy, wenn er eine neue Idee für eine Geschichte hat. Und Ideen hat er viele. Wir hoffen, dass er die Zeit dazufindet, bald noch viel mehr davon umzusetzen.

Bei einem Ingwertee reden die Josef und Max über verbrannte Tagebücher aus Notwehr; über das Kennenlernen der beiden über Josefs Wohnung, als er im Urlaub war; über die Liebe mit 13 zur Schauspielerei und einen Crush auf eine aus der Schauspielgruppe; über ein Freiwilliges Soziales Jahr in Tansania in einem Waisenhaus; über physische und digitale Ideenkusten mit noch unfertigen Projekten; über Prüfungsangst, die einem Sachen verbaut; über Medienwissenschaftler und warum man sich mit ihnen gut stellen sollte; über die Umwege, die zum Drehbuch(studium) geführt haben; über den ganzen Entstehungsprozess zum Hörspiel Tinnitus; Über den Umgang mit neuen Ideen; über einen Lachanfall bei einer Sexszene mit Jasna Fritzi Bauer und über eine fiktive Stiftung, mit der Max alle unrealisierten Projekte deutscher Kreativer unterstützen würde.

Eine kleine Auswahl von Max Werken:
Tinnitus (2018, Lauscherlounge / CD / Tätigkeit: Buch, Regie) (1. Ausschnitt im Intro)
Luft (2018, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf / Film / Tätigkeit: Regie) (2. Ausschnitt im Intro)
Schnee essen (2016, JUMA Filmproduktion, www.zimmer67-film.de / Film / Tätigkeit: Buch & Regie) (3. Ausschnitt im Intro)
Nachtschattengewächse (2015, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf / Film / Tätigkeit: Regie)
Schwingungen (2018, SR2 / Hörspiel / Tätigkeit: Sprecher)
Wir Tiere (2017, NDR / Hörspiel / Tätigkeit: Sprecher)
Glashaus, Staffel 2 (2015, audible / Hörspiel / Tätigkeit: Sprecher)
Kevin allein im Universum (2014 , Volksbühne Berlin / Theaterstück / Tätigkeit: Schauspieler)

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Aufgenommen wurde diese Sonderepisode im Oktober 2018.

Tinnitus (Ankündigung)

// Neues On-Location Hörspiel der Lauscherlounge //

Wir melden uns mit einer tollen Neuigkeit!
Pünktlich zum 15-jährigen Bestehen der Lauscherlounge gibt es - nach gut 6 Jahren Pause als Verlag - wieder neue Hörspiele. Heute erscheint das Erste: Tinnitus.

Inhalt:
Tim ist 16, als er die gleichaltrige Lena unter Drogen auf einer Party vergewaltigt. Vier Jahre später wird er aus der Haft entlassen und soll ein neues Leben beginnen. Doch die Auswirkungen seiner Tat dauern an – und lassen weder ihn noch Lena los.

Der Hörer taucht in Tims und Lenas Leben ein, erlebt ihre Kämpfe und Sorgen mit, und lernt ihre Gefühlswelt zu verstehen. Ohne das Thema Vergewaltigung zu verharmlosen oder Tims Schuld zu mildern, portraitiert Max Benyo einen jungen Mann, der nicht nur das Leben seines Opfers, sondern auch sein eigenes zerstört hat und nun damit leben muss.

Ein Hörspiel wie „Tinnitus“ geht unter die Haut. Zu diesem Zweck verließ die Lauscherlounge die üblichen Produktionswege und nahm nicht im Tonstudio auf, sondern draußen, an Originalschauplätzen, ähnlich einem Filmdreh. Damit wird ein hyperrealer Sound erzeugt, der das brisante Thema authentisch und eindringlich hörbar macht.

Mit den Schauspielern Jonathan Berlin (2018 mit dem „Deutschen Schauspielpreis“ und dem „New Faces Award“ ausgezeichnet) und Elisa Schlott in den Hauptrollen sowie Max Benyo als Autor und Regisseur konnten namhafte Nachwuchs-Stars der deutschen Filmlandschaft für das Hörspiel gewonnen werden.

Schauspieler:
Tim Lehmann – Jonathan Berlin
Lena Franke – Elisa Schlott
Kerstin Stettmeier – Vera Teltz
Milan – Ole Herrmann
Reiner Franke – Uwe Preuß
Mareike Schaad – Cathlen Gawlich
Anwalt Lorenz – Anian Zollner
Patrick – Anton Andreew
Fabian – Christopher Reinhardt
Nico – Hendrik Heutmann
Jonas – Arne Augustin
Meister Hartwig – Christian Koerner
u.v.m.

FSK 16
Triggerwarnung: Das Hörspiel "Tinnitus" enthält die explizite Darstellung sexualisierter Gewalt und thematisiert die Folgen der Tat aus Täter- sowie Opferperspektive

Tinnitus als CD und MP3 Download gibt es hier:
http://lauscherlounge.de/discography/tinnitus/
Und ebenso als Stream bei den Portalen Spotify, iTunes und Deezer.

HG | S03 - Josef & Elias (Geburtstag)

// Restetrinken (einmal alles bitte), überstrapazierte Tröten und alle bisherigen Gäste //

Es ist kaum zu glauben, wir haben ein kleines Jubiläum! HörGestalten wird eins! Und das wird in dieser dritten Sonderepisode gefeiert und zwar mit allen übrig gebliebenen Getränken unserer Gäste.
Im Vorfeld dieser Sonderepisode haben Josef & Elias alle bisherigen Gäste gebeten, ihnen ein kurzes Hallo via Sprachnachricht zukommen zu lassen, mit den Fragen, ob sie ihrem Gespräch noch etwas hinzufügen, etwas richtig stellen wollen oder ob sie erwähnenswertes Feedback von Freunden oder Kollegen bekommen haben. Und dies ist – neben den Getränkeresten, durch die sich die beiden arbeiten, sowie dem regelmäßig ertönenden und damit überstrapazierten Klang der Tröten – der rote Faden in dieser gut zweistündigen Folge. Und nebenbei erfährt man noch etwas mehr über die beiden, ihren Hintergrund und ihren Weg. Außerdem gibt es einen Lachflash, ein selbstgeschriebenes Gedicht, einen Sprecher im Gefängnis, ein Gespräch über den Tod, eine Anekdote mit einer Spinne und die Frage nach den Träumen.

Freut euch auf Audionachrichten von Richard Barenberg, Julia Stoepel, Ulrike Kapfer, Peter Lontzek, Gabriele Blum, Anke Reitzenstein, Nana Spier, Elisabeth Günther, Thomas Schmuckert, Uve Teschner, Charles Rettinghaus, Kai Schwind, Tessa Mittelstaedt, Elmar Börger und Robert Frank!

Wir danken all unseren Gästen ganz herzlich, dass wir das nun schon ein Jahr mit ihnen zusammen machen dürfen.

Aufgenommen wurde diese Sonderepisode im Oktober 2018.

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HG | 024 - Robert Frank

// Licor 43 (mit Milch und Eis), gesunde Naivität und eine Gemüse-Antipathie //

In unserer vierundzwanzigsten Episode redet Josef mit Robert Frank. Robert ist Schauspieler und Hörbuchsprecher. Ausgebildet wurde er in München und danach in Castrop-Rauxel engagiert. Wo das ist? Das wusste er damals auch nicht.
Mit einer sehr gesunden Portion Leichtigkeit fand er - nach vielen weiteren Theaterengagements und TV-Auftritten, die ihn durch die ganze Republik führten - zufällig auch zum Mikrofon und zum Hörbuch.
Robert wollte schon seit dem Kindergarten Schauspieler werden, was er auch zielstrebig wurde, und er liebt seinen Job. Was er hingegen gar nicht liebt und abgrundtief verabscheut, ist Gemüse. Also wirklich jedes Gemüse. Warum, erfährst du gleich selbst von ihm persönlich.

Bei Licor 43 mit Milch und Eis reden sie über regelmäßige Urlaube in Spanien; über einen Namensvetter, der die Fotografie revolutioniert hat; über einen Wallfahrtsort mit Marienstatue, die Wunder gewirkt haben soll; über einen Jungsjahrgang auf einer Mädchenschule; über eine langjährige Kindergartenfreundin; über das Dornröschenschauspiel, das bei ihm die Schauspiellust im Kindesalter wachgeküsst hat; über den Zivildienst beim Blindenbund; über Naivität; über spontane Bewerbungen an Schauspielschulen; über Castrop-Rauxel - wo auch immer das ist-; über seine Liebe zu Stephen King und allen seinen Büchern; über die ominöse Abneigung gegenüber Gemüse; über Lieblingshörspiele (Märchen und Pumuckl); über Früh- und Spätaufsteher und über das Zueinanderfinden von Leser und Autor.

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Aufgenommen wurde das Gespräch im September 2018.

HG | 023 - Elmar Börger

// Wodka-Mate(n), nerdige Internetsicherheit und die Liebe zum Hörbuch //

In unserer dreiundzwanigsten Episode spricht Josef mit Elmar Börger. Elmar ist Schauspieler, Hörbuch- und Hörspielsprecher. Er absolvierte sein Studium an der Schauspielschule Charlottenburg in Berlin und bekam direkt danach Engagements an diversen Theatern – unter Anderem am Theater Schloss Maßbach, wo er dann auch eine Weile lebte.
Seit 2013 liest er für verschiedene Verlage Hörbücher ein oder spricht in Hörspielen mit. Als Regieassistent für die audible-Cyber-Hörspielserie “Glashaus” war er mit seinem nerdigen Wissen in Sachen Internetsicherheit und Datenschutz genau an der richtigen Stelle und konnte zum ersten Mal seinen Kollegen bei der Studio-Arbeit zuschauen. Und letztes Jahr übernahm Elmar dann sogar die Regie für das Riesen-Hörspiel-Projekt “Julian” (der dritte Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé).

Dass Elmar für seinen Beruf Feuer und Flamme ist merkt man ihm an. Er ist dankbar, genau da zu sein, wo er praktisch schon immer sein wollte. Schließlich wusste er schon mit ca. 15 Jahren, dass er Schauspieler werden will. Aber nicht auf der Bühne oder vor der Kamera. Nein. Kassettenkind Elmar wollte eigentlich nur eins: Hörbücher lesen.

Bei Wodka-Mate(n) mit unterschiedlichen Mate-Sorten reden die beiden über das Funkeralphabet; über Elmars Liebe zu Sitcoms; über Dinge, die man in Berlin machen kann, wenn man mal Zeit dafür hat; über seine Mutter, die ihm den entscheidenden Tritt gab, endlich Schauspiel zu studieren; über ein Philosophiestudium und einen erhöhten Redeanteil; über Fotos in der Cloud und den gesunden Menschenverstand; über Datenschutz und die Sicherheit von Passwörtern; über Elmars Idol Simon Jäger; über die Aufgabe, auf einmal eine Regie für ein Hörspiel zu übernehmen; darüber, welche Mate denn nun am besten ist; über Live-Hörspiele und über die Wünsche, die man sich erfüllen kann, wenn man durch eine SPAM-Mail 20 Millionen Euro geschenkt bekäme.

Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit Elmar sind: "Unter der Asche" von Tom Finnek, "Ich bin kein Serienkiller" von Dan Wells und "Finde mich bevor sie es tun" von J. S. Monroe.
Und Elmar empfiehlt: "Der Wunschpunsch" gelesen vom Autor Michael Ende (nicht von Christoph Maria Herbst!) und "Der Anschlag" von Stephen King gelesen von David Nathan.

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Aufgenommen wurde das Gespräch im September 2018.

HG | 022 - David Nathan

// Rum, sein Berlinchen und der Fluch der Karibik //

In unserer zweiundzwanzigsten Episode spricht Elias mit David Nathan.
Noch Fragen?
Okay. David ist Synchron-SPRECHER (nicht -Schauspieler, wie er selbst sagt:) und Sprecher für Hörbücher, Hörspiele, Videospiele, Station Voice und Werbung. Die meisten werden ihn kennen als die feste Stimme von, klar, Johnny Depp oder Christian Bale. Auch im Hörbuch Bereich scheint er - neben unzähligen Thrillern namhafter Autoren - ein ebenso festes Abo auf die Romane von Stephen King zu haben.

Bei einer halben Flasche Rum, 32° und geöffnetem Fenster reden sie zwangsläufig über den Fluch der Karibik (Teil 1-3 sprach nach Meinungsverschiedenheiten zwischen David und dem Filmverleih hinsichtlich der künstlerischen Umsetzung, der Schauspielkollege Marcus Off), über seine sehr witzige Erfahrung bei den Synchronaufnahmen zum Film “Fear and Loathing in Las Vegas”, über seine Synchron-Anfänge bei DEFA Filmen in Ost-Berlin, über seine und die Synchron-Generation der 80er Jahre, über seinen filmischen Zugang zu Texten, aber eigentlich auch erstaunlich wenig über die Arbeit im Konkreten, eher gefühlt, aus einem Urlaub-in-Berlin-Modus heraus, übers Reisen, über das Fahrradfahren, über die kleine Metropole - sein Berlinchen vor und nach der Wende - sein Zuhause.

Und da sie eine Zigarettenpause einlegen mussten und darüber hinaus in Zeitnot gerieten, weil David noch zu einem Essen mit der Familie wollte und der Rum auf leeren Magen die Buchstaben zu sehr verschwimmen ließ, gibt es in dieser Episode zwei nachgereichte kurze “Trailer-Lesungen” von Tim Robbins’ “Pan Aroma” (Davids persönliche “Seelenpflege”, yeah!) und Milan Kunderas “Die Langsamkeit”, aufgenommen bei Tommi Schneefuß im Sound of Snow Studio. Danke Tommi. Danke David.

Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit David: Sternenspiel und Sternenschatten von Sergej Lukianenko

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HG | 021 - Tessa Mittelstaedt

// Südafrikanischer Sauvignon Blanc, starke Frauen und lachen, lieben, loben //

In unserer einundzwanzigsten Episode spricht Elias zwischen zwei Viertelfinals der Fußball WM mit Tessa Mittelstaedt. Ausgebildet an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, begann sie parallel zu diversen Theaterengagements fürs Fernsehen zu drehen. Bundesweite Bekanntheit erlangte sie durch ihre langjährige Rolle der Franziska im Kölner Tatort oder als die Staatsanwältin Elke Rasmussen in Heiter bis tödlich. Morden im Norden. Überhaupt wirkte Tessa episodisch in nahezu jedem deutschen Krimi Format mit. Gerne sind es starke Frauen, die sie verkörpert. Und das scheint sich auch im Hörbuch Bereich durchzuziehen, denn da leiht sie bevorzugt historischen Persönlichkeiten wie der Modedesignerin Coco Chanel oder der Malerin Gabriele Münter ihre Stimme. Oder aber den sich in der Mitte des Lebens neu-erfindenden fiktiven Protagonistinnen aus dem komödiantischen Roman-Kosmos von Ellen Berg.

Bei einem südafrikanischen Sauvignon Blanc sprechen die beiden aus aktuellem Anlass über die Fußball WM (aber nur kurz), wobei sich Tessa - wie wir jetzt wissen - als goldrichtiges Orakel entpuppt hat, Chapeau. Über den Wein kommen sie auf Tessas Zeit in Südafrika zu sprechen, auf die “Weiße Massai”, auf das Reisen...

Aber natürlich sprechen sie auch ausführlich über Tessas beruflichen Werdegang, ihre verschiedenen Stationen, über gute Zusammenarbeit, über ihren Respekt vor der Kunstform der Synchron-Arbeit, darüber dass es am besten eine “German-Tessa” geben müsste, wenn sie weitere Möglichkeiten bekommt, international zu drehen. Über ihre Inspiration von starken Frauen aus Büchern, die sie schon in jungen Jahren gelesen hat, über Humor und dass sie schon früh durch Clownerie versucht hat, Spannungen in der Familie aufzulockern, darüber, wie wichtig es ist, zu lachen, über ihre Liebe zu ihren Kindern und ihr Mutterdasein, aber auch über den starken Drang, weiter im Außen zu wirken, wenn sie beispielsweise wenige Wochen nach der Geburt ihres zweiten Kindes ein Engagement auf dem “Traumschiff” wahrnimmt. Über ihre hamburgische Prägung, über einen Besuch ihrer Heimatstadt Ulm, von der sie so gut wie nichts weiß und darüber, wenn plötzlich die gute Fee käme und was sie sich dann wünschen, was sie dann verändern wollen würde.

Am Ende liest Tessa uns noch die sie schon lange begleitende, wunderbare Weihnachtsgeschichte “Das Geschenk der Weisen” von Sullivan O’ Henry vor.

Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit Tessa: “Die Malerin” von Mary Basson und “Mach mir den Garten, Liebling!” von Ellen Berg

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HG | 020 - Stefan Krause

// Grüner Veltliner, learning by viewing und der Welt bester Karlsson //

In unserer zwanzigsten Episode spricht Josef mit Stefan Krause. Stefan ist Synchronsprecher, Hörspielsprecher und Musiker. Er synchronisiert wiederkehrend Paul Giamatti und Billy Boyd – der Pippin aus „Der Herr der Ringe“ – und leiht seit 2008 seine Stimme dem Gespenst „Hui Buh“ in der gleichnamigen Hörspielserie. Und für seine Interpretation von Philip Seymour Hoffman „Capote“ bekam er 2007 sogar den Deutschen Preis für Synchron. Einigen ist er auch durch eine seiner ersten großen Rollen bekannt: Karlsson vom Dach. Doch die Liste der Projekte, denen er bereits seine Stimme geliehen hat ist ewig lang.
Er ist bescheiden und lehnt einiges des schnellen digitalen Lebens ab – obwohl er natürlich Internet hat, besitzt er kein Smartphone und hat zu Hause lieber einen gut funktionierenden AB.

Bei einem Grünen Veltliner (als Schorle mit viel Kohlensäure) reden sie über 50 Jahre Schnapsidee, ein Haus in Italien zu kaufen; über 15 Jahre Fernbeziehung; über die bayerische Landessprache; über nicht richtig Schauspiel gelernt zu haben, sondern ein richtiges Synchronkind zu sein; über learning by viewing; über die Tournee mit “Den drei ???” und einem Tour-Vibraphon; über seine diversen Bands – seine erste Schulband hieß übrigens “Krauses Skandaltruppe”; über sein erstes Schlagzeug, das er von Luke Skywalker bekommen hat; ausgiebig über Musik, Schlagzeug und Klavier spielen, die Beatles und das Vibraphon; über eine Schlager-Polka, zu der ihr unten in den Shownotes noch etwas findet; über seinen heiliger Tag (Mittwoch); über 56 Versuche, das “I’m honest” von Philip Seymour Hoffman in “Capote” auf den Punkt genau zu synchronisieren und zu treffen. Und über seinen Wunsch, unbekannte und bereits vergriffene Biografien von ganz netten Leuten, die keiner kennt, einsprechen – und die gebe es dann natürlich „ganz old school“ nur auf CD.

Am Ende liest er einen Ausschnitt (die Geschichte mit der Dampfmaschine) aus Astrid Lindgrens Karlsson vor.

UND: Als Extra haben wir Stefans Synchron-Polka, die er zusammen mit Benjamin Völz geschrieben und gesungen hat, hinten angehangen (mit der Kapitelmarke kommt ihr schnell da hin).

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HG | 019 - Simon Jäger

// Reserva, müffelnde Charaktere und ein geiler Job //

In unserer neunzehnten Episode spricht Elias mit Simon Jäger. Simon ist Synchronschauspieler, Sprecher für Hörbuch- und Hörspiele und Videospiele. Die meisten werden ihn kennen als die feste Stimme von Matt Damon, Josh Hartnett, Jet Li, Mos Def oder - Gott hab ihn selig - Heath Ledger. Als Hörbuchsprecher steht er wohl vor allem durch seine Interpretationen der Thriller-Romane von Sebastian Fitzek im Fokus der Öffentlichkeit. Sein ganzes Repertoire aber kann er im Komödiantischen offenbaren - so z.B. bei Romanen seiner Wunsch-Autoren Christopher Moore oder Douglas Adams. Auch bei unseren Lauscherlounge Hörspielen “Pavor” und “Plan B” ist er dabei.

Bei einer Flasche Reserva reden sie über seine Anfänge als Kinder-Schauspieler für TV (Löwenzahn, Schwarzwaldklinik), Synchron (Grisu der kleine Drache, übernommen von Oliver Rohrbeck, weil dieser da schon in den Stimmbruch kam) und erste Rollen bei Hörspielen wie in der Enid Blyton Abenteuerserie (wobei auch Simons Erinnerungen da verwischen), über seinen “geilen Job” für Heath Ledgers Joker in “Batman - The Dark Knight”, über die Rotoskop-Technik und andere kuriose Versuche der Branche, das Filmmaterial so zu manipulieren, dass keiner auf die Idee kommt, einen Film vor Kinostart im Netz zu leaken, über Arbeitstechniken und Vorbereitung eines Hörbuchs, über Prima-Vista Lesungen zusammen mit David Nathan, über einen traumatischen Job auf einer Kreuzfahrt, aber auch über seinen Ausgleich - das Kochen, das Reisen nach Frankreich, über das Musizieren, das Schreiben...

Und am Ende liest Simon uns noch eine Kurzgeschichte eines seiner Lieblingsautoren Mark Twain vor. Außerdem gibt es im Anschluss noch einen Bonustrack (Timecode: 01:35:25) - einen kleinen, albernen Song, den Simon und Elias nach den Aufnahmen zu “Dracula - die Wiederkehr” von Bram Stokers Urgroßneffen spontan aufgenommen haben.

Simons persönliche Hörbuch-Highlights der letzten Jahre und unsere Empfehlungen:
alle seine Interpretationen von Christopher Moore, Douglas Adams, Tad Williams, Matt Ruff und S.G. Browne

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