HörGestalten

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Schauspieler, Vokalisten, Interpreten. Im Gespräch.

HG | 023 - Elmar Börger

// Wodka-Mate(n), nerdige Internetsicherheit und die Liebe zum Hörbuch //

In unserer dreiundzwanigsten Episode spricht Josef mit Elmar Börger. Elmar ist Schauspieler, Hörbuch- und Hörspielsprecher. Er absolvierte sein Studium an der Schauspielschule Charlottenburg in Berlin und bekam direkt danach Engagements an diversen Theatern – unter Anderem am Theater Schloss Maßbach, wo er dann auch eine Weile lebte.
Seit 2013 liest er für verschiedene Verlage Hörbücher ein oder spricht in Hörspielen mit. Als Regieassistent für die audible-Cyber-Hörspielserie “Glashaus” war er mit seinem nerdigen Wissen in Sachen Internetsicherheit und Datenschutz genau an der richtigen Stelle und konnte zum ersten Mal seinen Kollegen bei der Studio-Arbeit zuschauen. Und letztes Jahr übernahm Elmar dann sogar die Regie für das Riesen-Hörspiel-Projekt “Julian” (der dritte Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé).

Dass Elmar für seinen Beruf Feuer und Flamme ist merkt man ihm an. Er ist dankbar, genau da zu sein, wo er praktisch schon immer sein wollte. Schließlich wusste er schon mit ca. 15 Jahren, dass er Schauspieler werden will. Aber nicht auf der Bühne oder vor der Kamera. Nein. Kassettenkind Elmar wollte eigentlich nur eins: Hörbücher lesen.

Bei Wodka-Mate(n) mit unterschiedlichen Mate-Sorten reden die beiden über das Funkeralphabet; über Elmars Liebe zu Sitcoms; über Dinge, die man in Berlin machen kann, wenn man mal Zeit dafür hat; über seine Mutter, die ihm den entscheidenden Tritt gab, endlich Schauspiel zu studieren; über ein Philosophiestudium und einen erhöhten Redeanteil; über Fotos in der Cloud und den gesunden Menschenverstand; über Datenschutz und die Sicherheit von Passwörtern; über Elmars Idol Simon Jäger; über die Aufgabe, auf einmal eine Regie für ein Hörspiel zu übernehmen; darüber, welche Mate denn nun am besten ist; über Live-Hörspiele und über die Wünsche, die man sich erfüllen kann, wenn man durch eine SPAM-Mail 20 Millionen Euro geschenkt bekäme.

Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit Elmar sind: "Unter der Asche" von Tom Finnek, "Ich bin kein Serienkiller" von Dan Wells und "Finde mich bevor sie es tun" von J. S. Monroe.
Und Elmar empfiehlt: "Der Wunschpunsch" gelesen vom Autor Michael Ende (nicht von Christoph Maria Herbst!) und "Der Anschlag" von Stephen King gelesen von David Nathan.

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Aufgenommen wurde das Gespräch im September 2018.

HG | 022 - David Nathan

// Rum, sein Berlinchen und der Fluch der Karibik //

In unserer zweiundzwanzigsten Episode spricht Elias mit David Nathan.
Noch Fragen?
Okay. David ist Synchron-SPRECHER (nicht -Schauspieler, wie er selbst sagt:) und Sprecher für Hörbücher, Hörspiele, Videospiele, Station Voice und Werbung. Die meisten werden ihn kennen als die feste Stimme von, klar, Johnny Depp oder Christian Bale. Auch im Hörbuch Bereich scheint er - neben unzähligen Thrillern namhafter Autoren - ein ebenso festes Abo auf die Romane von Stephen King zu haben.

Bei einer halben Flasche Rum, 32° und geöffnetem Fenster reden sie zwangsläufig über den Fluch der Karibik (Teil 1-3 sprach nach Meinungsverschiedenheiten zwischen David und dem Filmverleih hinsichtlich der künstlerischen Umsetzung, der Schauspielkollege Marcus Off), über seine sehr witzige Erfahrung bei den Synchronaufnahmen zum Film “Fear and Loathing in Las Vegas”, über seine Synchron-Anfänge bei DEFA Filmen in Ost-Berlin, über seine und die Synchron-Generation der 80er Jahre, über seinen filmischen Zugang zu Texten, aber eigentlich auch erstaunlich wenig über die Arbeit im Konkreten, eher gefühlt, aus einem Urlaub-in-Berlin-Modus heraus, übers Reisen, über das Fahrradfahren, über die kleine Metropole - sein Berlinchen vor und nach der Wende - sein Zuhause.

Und da sie eine Zigarettenpause einlegen mussten und darüber hinaus in Zeitnot gerieten, weil David noch zu einem Essen mit der Familie wollte und der Rum auf leeren Magen die Buchstaben zu sehr verschwimmen ließ, gibt es in dieser Episode zwei nachgereichte kurze “Trailer-Lesungen” von Tim Robbins’ “Pan Aroma” (Davids persönliche “Seelenpflege”, yeah!) und Milan Kunderas “Die Langsamkeit”, aufgenommen bei Tommi Schneefuß im Sound of Snow Studio. Danke Tommi. Danke David.

Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit David: Sternenspiel und Sternenschatten von Sergej Lukianenko

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HG | 021 - Tessa Mittelstaedt

// Südafrikanischer Sauvignon Blanc, starke Frauen und lachen, lieben, loben //

In unserer einundzwanzigsten Episode spricht Elias zwischen zwei Viertelfinals der Fußball WM mit Tessa Mittelstaedt. Ausgebildet an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum, begann sie parallel zu diversen Theaterengagements fürs Fernsehen zu drehen. Bundesweite Bekanntheit erlangte sie durch ihre langjährige Rolle der Franziska im Kölner Tatort oder als die Staatsanwältin Elke Rasmussen in Heiter bis tödlich. Morden im Norden. Überhaupt wirkte Tessa episodisch in nahezu jedem deutschen Krimi Format mit. Gerne sind es starke Frauen, die sie verkörpert. Und das scheint sich auch im Hörbuch Bereich durchzuziehen, denn da leiht sie bevorzugt historischen Persönlichkeiten wie der Modedesignerin Coco Chanel oder der Malerin Gabriele Münter ihre Stimme. Oder aber den sich in der Mitte des Lebens neu-erfindenden fiktiven Protagonistinnen aus dem komödiantischen Roman-Kosmos von Ellen Berg.

Bei einem südafrikanischen Sauvignon Blanc sprechen die beiden aus aktuellem Anlass über die Fußball WM (aber nur kurz), wobei sich Tessa - wie wir jetzt wissen - als goldrichtiges Orakel entpuppt hat, Chapeau. Über den Wein kommen sie auf Tessas Zeit in Südafrika zu sprechen, auf die “Weiße Massai”, auf das Reisen...

Aber natürlich sprechen sie auch ausführlich über Tessas beruflichen Werdegang, ihre verschiedenen Stationen, über gute Zusammenarbeit, über ihren Respekt vor der Kunstform der Synchron-Arbeit, darüber dass es am besten eine “German-Tessa” geben müsste, wenn sie weitere Möglichkeiten bekommt, international zu drehen. Über ihre Inspiration von starken Frauen aus Büchern, die sie schon in jungen Jahren gelesen hat, über Humor und dass sie schon früh durch Clownerie versucht hat, Spannungen in der Familie aufzulockern, darüber, wie wichtig es ist, zu lachen, über ihre Liebe zu ihren Kindern und ihr Mutterdasein, aber auch über den starken Drang, weiter im Außen zu wirken, wenn sie beispielsweise wenige Wochen nach der Geburt ihres zweiten Kindes ein Engagement auf dem “Traumschiff” wahrnimmt. Über ihre hamburgische Prägung, über einen Besuch ihrer Heimatstadt Ulm, von der sie so gut wie nichts weiß und darüber, wenn plötzlich die gute Fee käme und was sie sich dann wünschen, was sie dann verändern wollen würde.

Am Ende liest Tessa uns noch die sie schon lange begleitende, wunderbare Weihnachtsgeschichte “Das Geschenk der Weisen” von Sullivan O’ Henry vor.

Unsere Hörbuch-Empfehlungen mit Tessa: “Die Malerin” von Mary Basson und “Mach mir den Garten, Liebling!” von Ellen Berg

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HG | 020 - Stefan Krause

// Grüner Veltliner, learning by viewing und der Welt bester Karlsson //

In unserer zwanzigsten Episode spricht Josef mit Stefan Krause. Stefan ist Synchronsprecher, Hörspielsprecher und Musiker. Er synchronisiert wiederkehrend Paul Giamatti und Billy Boyd – der Pippin aus „Der Herr der Ringe“ – und leiht seit 2008 seine Stimme dem Gespenst „Hui Buh“ in der gleichnamigen Hörspielserie. Und für seine Interpretation von Philip Seymour Hoffman „Capote“ bekam er 2007 sogar den Deutschen Preis für Synchron. Einigen ist er auch durch eine seiner ersten großen Rollen bekannt: Karlsson vom Dach. Doch die Liste der Projekte, denen er bereits seine Stimme geliehen hat ist ewig lang.
Er ist bescheiden und lehnt einiges des schnellen digitalen Lebens ab – obwohl er natürlich Internet hat, besitzt er kein Smartphone und hat zu Hause lieber einen gut funktionierenden AB.

Bei einem Grünen Veltliner (als Schorle mit viel Kohlensäure) reden sie über 50 Jahre Schnapsidee, ein Haus in Italien zu kaufen; über 15 Jahre Fernbeziehung; über die bayerische Landessprache; über nicht richtig Schauspiel gelernt zu haben, sondern ein richtiges Synchronkind zu sein; über learning by viewing; über die Tournee mit “Den drei ???” und einem Tour-Vibraphon; über seine diversen Bands – seine erste Schulband hieß übrigens “Krauses Skandaltruppe”; über sein erstes Schlagzeug, das er von Luke Skywalker bekommen hat; ausgiebig über Musik, Schlagzeug und Klavier spielen, die Beatles und das Vibraphon; über eine Schlager-Polka, zu der ihr unten in den Shownotes noch etwas findet; über seinen heiliger Tag (Mittwoch); über 56 Versuche, das “I’m honest” von Philip Seymour Hoffman in “Capote” auf den Punkt genau zu synchronisieren und zu treffen. Und über seinen Wunsch, unbekannte und bereits vergriffene Biografien von ganz netten Leuten, die keiner kennt, einsprechen – und die gebe es dann natürlich „ganz old school“ nur auf CD.

Am Ende liest er einen Ausschnitt (die Geschichte mit der Dampfmaschine) aus Astrid Lindgrens Karlsson vor.

UND: Als Extra haben wir Stefans Synchron-Polka, die er zusammen mit Benjamin Völz geschrieben und gesungen hat, hinten angehangen (mit der Kapitelmarke kommt ihr schnell da hin).

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HG | 019 - Simon Jäger

// Reserva, müffelnde Charaktere und ein geiler Job //

In unserer neunzehnten Episode spricht Elias mit Simon Jäger. Simon ist Synchronschauspieler, Sprecher für Hörbuch- und Hörspiele und Videospiele. Die meisten werden ihn kennen als die feste Stimme von Matt Damon, Josh Hartnett, Jet Li, Mos Def oder - Gott hab ihn selig - Heath Ledger. Als Hörbuchsprecher steht er wohl vor allem durch seine Interpretationen der Thriller-Romane von Sebastian Fitzek im Fokus der Öffentlichkeit. Sein ganzes Repertoire aber kann er im Komödiantischen offenbaren - so z.B. bei Romanen seiner Wunsch-Autoren Christopher Moore oder Douglas Adams. Auch bei unseren Lauscherlounge Hörspielen “Pavor” und “Plan B” ist er dabei.

Bei einer Flasche Reserva reden sie über seine Anfänge als Kinder-Schauspieler für TV (Löwenzahn, Schwarzwaldklinik), Synchron (Grisu der kleine Drache, übernommen von Oliver Rohrbeck, weil dieser da schon in den Stimmbruch kam) und erste Rollen bei Hörspielen wie in der Enid Blyton Abenteuerserie (wobei auch Simons Erinnerungen da verwischen), über seinen “geilen Job” für Heath Ledgers Joker in “Batman - The Dark Knight”, über die Rotoskop-Technik und andere kuriose Versuche der Branche, das Filmmaterial so zu manipulieren, dass keiner auf die Idee kommt, einen Film vor Kinostart im Netz zu leaken, über Arbeitstechniken und Vorbereitung eines Hörbuchs, über Prima-Vista Lesungen zusammen mit David Nathan, über einen traumatischen Job auf einer Kreuzfahrt, aber auch über seinen Ausgleich - das Kochen, das Reisen nach Frankreich, über das Musizieren, das Schreiben...

Und am Ende liest Simon uns noch eine Kurzgeschichte eines seiner Lieblingsautoren Mark Twain vor. Außerdem gibt es im Anschluss noch einen Bonustrack (Timecode: 01:35:25) - einen kleinen, albernen Song, den Simon und Elias nach den Aufnahmen zu “Dracula - die Wiederkehr” von Bram Stokers Urgroßneffen spontan aufgenommen haben.

Simons persönliche Hörbuch-Highlights der letzten Jahre und unsere Empfehlungen:
alle seine Interpretationen von Christopher Moore, Douglas Adams, Tad Williams, Matt Ruff und S.G. Browne

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HG | S02 - Kai Schwind (Regieführen)

// Whiskey Sour, geschulte Intuition und immer alles parallel //

In unserer zweiten (aber eigentlich ersten richtigen) Sonderepisode redet Josef mit Kai Schwind. Kai ist Autor und Regisseur für Hörspiele und Live-Inszenierungen sowie freier Journalist und Medienwissenschaftler. Zusammen mit Sven Buchholz produzierte er als Comedyduo Kai+Sven verschiedene Radio-Comedyserien. So entstand auch “Die Ferienbande” – eine Parodie auf alle Hörspiel-Jugendbanden der 80er Jahre. Später inszenierte er das Hörspiel “helden:tot” mit Andreas Fröhlich, welcher dafür direkt eine Nominierung für den Deutschen Hörbuchpreis bekam. Und es ging weiter: Es folgten die Lauscherlounge-Produktion “Das Luferhaus” als on-location-Hörspiel und die audible-Produktionen “Six Degrees” (6,5h) , “Locke and Key” (15h) und “Kill Shakespare” (8h).
Außerdem produzierte Kai für geophon Reise-Features und bereiste dafür Norwegen, Schottland und Frankreich. Und fast nebenbei promovierte er mit einer Arbeit zu transnationalen Adaptionen der Sitcom “The Office” im Bereich Fernseh- und Medienwissenschaften in Oslo, wo er jetzt auch doziert und lebt.
Ach und natürlich hat er auch für Die drei ???-Live-Touren “und der seltsame Wecker” und “phonophobia - Sinfonie der Angst” sowohl das Bühnenskript verfasst als auch die Regie geführt.

Bei einem Whiskey Sour reden sie über Kais Wahlheimat Norwegen und die norwegische Toleranz gegenüber Akzenten; über seinen Podcast “Tyskerne”, den man vielleicht auch ohne Norwegisch-Kenntnisse verstehen kann; über sein Studium und später seinen Doktorabschluss in Medienwissenschaft; über einen hilfreichen Aufenthalt in Australien; über das Radiomachenlernen bei Radio X in Frankfurt und die spätere Arbeit beim HR; über seine ersten Radio-Comedies (u.a. mit Wiener Schmäh) und “Die Ferienbande”; über zahlreiche Facetten des Regieberufs und was diesen Beruf für Kai ausmacht; über akustische Reisetagebücher aus Schottland, Frankreich und Norwegen; und zu guter Letzt über die “Die drei ???”-Touren “... und der seltsame Wecker” und “Phonophobia - Sinfonie der Angst”. Und natürlich darüber, dass Kai eigentlich immer zum Film wollte und das vielleicht auch immer noch passieren wird.

Eine kleine Auswahl von Kais Werken:
Die Ferienbande (seit 2003, WortArt / Tonträger & Live / Tätigkeit: Buch, Regie, Sprecher) (1. Ausschnitt im Intro)
Das Lufer-Haus – die verschollenen Aufnahmen (2012, Lauscherlounge / Hörspiel / Tätigkeit: Buch & Regie) (2. Ausschnitt im Intro)
Helden:tot (2007, Eichborn / Hörspiel / Tätigkeit: Regie) (3. Ausschnitt im Intro)
Norwegen (2007, Geophon / Reisehörbuch / Tätigkeit: Buch & Regie)
Die drei ??? und der seltsame Wecker – Live and Ticking (2009 - 2010, EUROPA Sony Family Entertainment / Live Hörspiel Tour / Tätigkeit: Buch & Regie)
Frankenstein (2011, 2012, Lauscherlounge / Live-Hörspiel / Tätigkeit: Buch)
Phonophobia – Sinfonie der Angst (2014 – 2015, Europa Sony Family Entertainment / Live Hörspiel Tour / Tätigkeit: Buch & Regie)
Six Degress – Wege der Verschwörung (2015, audible / Hörspielserie / Tätigkeit: Regie)
Locke & Key (2016, audible / Hörspielserie / Tätigkeit: Regie)
Kill Shakespeare (2016, audible / Hörspielserie / Tätigkeit: Regie)

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HG | 018 - Charles Rettinghaus

// Eiskalter Rosé, Straßenköter und Bam-Bam - richtig auf die Fresse! //

In unserer achtzehnten Episode spricht Elias mit Charles Rettinghaus. Charles ist Schauspieler & Synchronsprecher. Die meisten werden ihn kennen als die feste Stimme von Jean Claude Van Damme, Robert Downey Jr oder Jamie Foxx. Und die Trekkies unter euch haben ihn natürlich noch im Ohr als die Stimme von Geordi LaForge. Aber eigentlich hat er sie alle mal gehabt: John Cusack, Javier Bardem, Jet Li, Benicio del Toro (in Snatch!), Tim Robbins, Stephen Baldwin…. Aber seit einigen Jahren spielt er auch wieder vermehrt vor der Kamera - z.B. in der Serie “Pastewka” als Fahrlehrer oder zuletzt in der funk Serie “Offscreen” als er selbst.

Bei einem eiskalten Rosé sprechen die Beiden natürlich ausführlich über “JCVD”, über die Synchronbranche, ihre Ikonen wie Reiner Brandt (den er uns auch auf die HörGestalten Couch vermitteln will - yeah!); Charles erzählt von befreundeten Kollegen wie Ralf Richter (Bang Boom Bang), Bastian Pastewka oder Wolfgang Bahro, aber auch über seine wilde Jugend auf dem Hamburger Kiez, wo er, wie er sagt, “wirklich verteilt und auch eingesteckt hat”, über den Echo-Eklat mit Farid Bang und Kollegah und über sein “Feature” beim Song “1000 Bars” von Eko Fresh und über vieles mehr.

Außerdem kredenzt uns der eigentlich unpolitische Charles zum Ende Konrad Adenauers Rede vom 21. September 1949, die er auf dem Petersberg bei Bonn gehalten hatte, als das Besatzungsstatut in Kraft trat und sich auch die “Teppich-Szene” ereignete.

HG | 017 - Luise Lunow

// Weißweinschorle, rappende Oma und der Saft einer Rosine //

In unserer siebzehnten Episode spricht Josef mit Luise Lunow. Luise ist Schauspielerin und Synchronsprecherin. Wir kennen ihre warme und markante Stimme aus diversen Filmen. Oder aber als Hexe Mania aus „Bibi Blocksberg“. Oder als die Großmutter in „Benjamin Blümchen“. Oder von der „Die drei ???“-Live-Tour „...und der seltsame Wecker“. Oder, oder, oder.
Nach ihrer Ballett- und Schauspielausbildung arbeitete Luise unter Anderem am Potsdamer Hans-Otto-Theater, am Theater in Zeitz, am Staatstheater Schwerin und später elf Jahre am Maxim-Gorki-Theater, wo sie auch in mehreren Stücken als Regieassistentin von Thomas Langhoff tätig war. Dann flüchtete sie 1987 von Ost- nach West-Berlin und nahm dort ihre Arbeit als Schauspielerin sofort wieder auf. Zum Beispiel spielte sie 1991 bei Loriots „Pappa ante portas“ mit. Luise ist einfach auf der Bühne und in den Studios zu Hause und arbeitet immer noch unermüdlich weiter.

Bei einer leichten Weißweinschorle reden die beiden über Luises Ausbildungen an Ballett- und Schauspielschule, über ihre Engagements an den diversen Theatern; das Kennenlernen ihres Mannes in Schwerin und ihre 55-jährige Ehe; über die Zeit als Programmsprecherin beim Rundfunk in der Nalepastraße; darüber, dass sie eher eine Nachtperson ist; dass sie immer noch mehrfach in der Woche hartes Training im Fitnessstudio macht; über ihre Flucht aus der DDR; über Schmuggelaktionen bei Gastauftritten; über Reiselust; über den Neuanfang in West-Deutschland; über die Dreharbeiten mit Loriot; über Ihre Erlebnisse während des Krieges und darüber wie es ist, die eigenen Memoiren zu verfassen.
Und natürlich auch über Luises Rap „Acid auf Rädern“. Damit begeisterte sie ein hauptsächlich junges Millionenpublikum. Und das mit damals 80 Jahren. Ihr Pseudonym: Enkelschreck.

Am Ende liest Luise einen Auszug aus ihrer Autobiografie „Auch eine Rosine hat noch Saft: 80 Jahre zwischen Ost und West, Bomben und Theater“.

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HG | 016 - Uve Teschner

// Rum, Voice-Wanker und Griffbrettgewichse //

In unserer sechszehnten Episode spricht Elias mit Uve Teschner. Uve ist Vokalist, Erzähler, Voice-Wanker oder einfach: freiberuflicher Sprecher. Er synchronisiert, spricht für Audiodeskriptionen, Features, Hörspiele, Werbung... also eigentlich alles, was man sprechen kann. Aber vor allem kennen wir ihn durch seine zahlreichen Hörbuch-Interpretationen, weshalb er auch, zu Recht wie wir finden, von Audible zum “Sprechergott 2016” gekürt worden ist.

Bei ein paar Gläsern Rum sprechen die beiden über Uves ungewöhnlichen Weg zu seiner Berufung, über “die Fernsehtürme” unter den Hörbüchern, die er bisher lesen durfte, über Uve den Serienjunkie, auch den Hörbuchhörer, über Live-Lesungen, das Deutsche Bahn Chaos zur Leipziger Buchmesse, Nachbarschaftshilfe und über Uves Fragenkatalog, den er selbst zum Gespräch mitgebracht hat - Fragen, die bei bisherigen Interviews zu kurz gekommen oder gar nie gestellt worden sind. Und Hauptsache Bayern verliert mal.

Außerdem liest Uve uns noch aus einem Buch vor, welches er vor ein paar Jahren begeistert im Urlaub gelesen hat (ja, er liest auch noch privat) und was die Verlage aber zur Zeit nicht anfassen wollen, weil es eben schon ein paar Jahre her ist, dass es erschienen ist. Vielleicht ein Buch, das er mal auf eigene Faust vertonen wird. Wir denken: mach das, Uve.

Uves persönliche Hörbuch-Highlights der letzten Jahre und unsere Empfehlungen:
Alles ist erleuchtet von Jonathan Safran Foer
Löwen wecken von Ayelet Gundar-Goshen
Geister von Nathan Hill
Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker

Zitate und Fotos findest Du auf unserer Facebook Seite: https://www.facebook.com/hoergestalten/

HG | 015 - Vera Teltz

// Champagner, obere Resonanzräume und Kampfsport meets Aerobic //

In unserer fünfzehnten Episode spricht Josef mit Vera Teltz. Sie ist Schauspielerin und Synchronsprecherin. Wir kennen sie unter Anderem als Stimme von Naomie Harris zum Beispiel als Miss Moneypenny in den James Bond-Filmen “Skyfall” und “Spectre” oder als Calypso in “Fluch der Karibik”. Aber sie hat auch die rote Königin in “Alice im Wunderland” gesprochen – die mit dem “ab mit ihrem Kopf”.
Die zahlreichen Hörbücher, die sie schon gelesen hat, umfassen alle Genres. Sie hat in Filmen und auf der Theaterbühne gespielt, außerdem spricht sie Features und für Audioguides. Man könnte noch so viel aufzählen, was sie alles gemacht hat. Doch wenn man Vera beschreiben möchte, denkt man zuallererst an ihr warmes ansteckendes Lachen.

Bei einem Champagner reden sie – oft begleitet von diesem Lachen – über Veras klaren Geschmack beim Essen, über verschiedene Geschmäcker beim Whiskey (und einem der schmeckt, wie Keller riecht), über ihr Pferd, zu dem sie mindestens dreimal pro Woche fährt, übers Musikhören am Rhein mit Disc-Man, gerissene und geflickte Kassetten, über die Anfänge in der Schauspielschule, über Kung Fu und Kampfsport meets Aerobic inklusive Stroboskoplicht, darüber einen Meister gefunden zu haben und einen neuen zu finden, darüber was Charakter und Körper mit der Stimme machen, über Bogenschießen vom Pferd und darüber, dass manchmal Dinge erst dann passieren, wenn man nicht mehr versucht sie zu erreichen.

Am Ende liest sie uns noch den Anfang eines “Phasenbuches” vor: Ein unglaublich dichtes schönes Buch von Tom Robbins mit dem Untertitel “So etwas wie eine Liebesgeschichte” und auf der Rückseite war der Preis aufgedruckt: 9,80 DM.

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